Ziele

Der Förderverein will die Schwedenzeit - in den Gebieten nördlich der Peene die Zeit von der Landung der Truppen Gustavs II. Adolf 1630 bis zum Übergang der Provinz Pommern an Preußen mit dem Wiener Kongress 1815 - stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Zu den Denkmälern aus der Schwedenzeit gehören Schlösser und Gutsanlagen, Parks, öffentliche Verwaltungsgebäude, Bürgerhäuser und Kirchen mit ihrer oft reichen Ausstattung.

Um die Stadtmauern und an strategisch wichtigen Punkten entstanden in dieser durch zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen geprägten Zeit mächtige Wall- und Schanzanlagen. Nach der Entfestigung im 19. Jahrhundert wurden diese zum Teil zu Parkanlagen umgestaltet, andere sind heute kaum noch unter wildem Bewuchs erkennbar. Besonders diesem in Vergessenheit geratenen Kulturerbe wollen sich Förderverein und Stiftung widmen.

Zeugnisse der Baukunst der Schwedenzeit sind:

• das 1747–50 nach Plänen von Andreas Mayer errichtete Hauptgebäude der    Greifswalder Universität mit seiner berühmten Aula (ehemals Bibliothek),

• die Kommandantur und das Meyerfeldtsche Palais in Stralsund,

• Schloss Griebenow,

• das Gutshaus in Nehringen,

• Carl Gustav Wrangels Schloss Spycker auf Rügen mit seinen Stuckdecken,

• das Fachwerkrathaus in Nowe Warpno (Neuwarp) aus dem Jahre 1697,

• das vom Schwedenkönig Friedrich I. und seiner Gemahlin gegründete
   ehemalige Adlige Fräuleinstift in Barth

und viele andere, zum Teil weniger bekannte Gebäude und Anlagen, von denen sich einige in einem katastrophalen baulichen Zustand befinden.

Der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern verbreitet durch fachkundige Vorträge und Führungen das Wissen um die Geschichte dieser Stätten und setzt sich für ihre denkmalgerechte Sanierung ein. Zentrales Vorhaben des Fördervereins ist die Inventarisierung des kulturellen Erbes aus der Schwedenzeit. Die Inventarisation ist die Voraussetzung, um den Denkmälerbestand auch in touristischer Hinsicht zu erschließen und so Geschichte vor Ort erlebbar zu machen. Im Jahr 2007 fand in Greifswald die erste Arbeitstagung zu diesem Thema statt.

Der Förderverein arbeitet mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern, dem Lehrstuhl für Nordische Geschichte der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und der Königlichen Kunsthochschule Stockholm zusammen.

»Mit der Kenntnis der Denkmale und dem Wissen um ihre Geschichte wächst die Identifikation der Bürger mit unserer Grenzregion und ihr gemeinsames kulturelles Engagement für die Region. Die gemeinsame Geschichte ist Grundlage für die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft im Ostseeraum.«
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